Die beiden Formate sind von vornherein angetreten, verschiedene Probleme zu lösen.
In einem Satz: PDF ist ein Format, um Papier herumzutragen, EPUB ein Format, um bequem am Bildschirm zu lesen. Keines ist besser; sie haben verschiedene Aufgaben.
Am deutlichsten zeigt sich die Kluft auf dem Handy.
Öffnen Sie ein PDF im A4-Format auf dem Handy, und es bleibt A4. An den Bildschirm angepasst ist der Text winzig; hineingezoomt müssen Sie seitlich scrollen. Das ist kein Mangel des PDF — es ist genau das, was „das Layout festhalten“ bedeutet.
Beim Fließtext-EPUB dagegen gießt sich der Text selbst in die Breite des Bildschirms. Vergrößert die lesende Person die Schrift, bekommt das Buch schlicht mehr Seiten und bleibt lesbar.
| EPUB (Fließtext) | ||
|---|---|---|
| Textgröße ändern | Die lesende Person stellt sie frei ein | Nur Zoom |
| Auf dem Handy lesen | Bequem | Hängt von der Machart ab |
| Layouttreue | Je nach Gerät verschieden | Immer identisch |
| Vorlesen | Leicht zu unterstützen | Hängt von der Machart ab |
| Nicht wirklich geeignet | Seine Stärke |
Ob sich die Textgröße ändern lässt, entscheidet darüber, wie viele Menschen das Buch überhaupt lesen können. Für sehschwache oder ältere Leserinnen und Leser ist ein Buch, dessen Schrift sich nicht vergrößern lässt, ein Buch, das sie nicht lesen können.
Wenn Ihr Werk vor allem aus Text besteht und Sie zum PDF neigen, lohnt es sich, das im Kopf zu behalten.
Auch beim Aufwand gibt es einen Unterschied.
Word, Illustrator und Ähnliches exportieren es direkt. Wenn Sie ein Doujinshi sorgfältig gesetzt haben oder dieselben Daten verteilen wollen, die Sie an die Druckerei schicken, macht das PDF deutlich weniger Mühe.
Bei textgetriebenen Werken bietet EPUB der Leserschaft das bessere Erlebnis. Aber die Struktur muss korrekt gebaut sein, ein eigenes Werkzeug ist damit praktisch Voraussetzung.
EPUB lässt sich außerdem später leichter korrigieren. Weil innen HTML und CSS steckt, heißt Text korrigieren oder Gestaltung anpassen nicht, das Layout neu zu bauen.
Das ist womöglich sogar der größte Einzelfaktor der Entscheidung.
Also gilt: Sobald Sie wissen, wo Sie veröffentlichen, ist das Format halb entschieden. Im Zweifel ist es die Abkürzung, die Anforderungen des Veröffentlichungsorts zu prüfen.
Nach der Natur des Werks beurteilt ergibt sich dies.
Wenn es knapp wird, ist die Faustregel einfach.
„Liest die Person das am Bildschirm oder druckt sie es aus?“
Bildschirm heißt EPUB, Papier heißt PDF. Wird am Bildschirm gelesen, muss das Layout aber trotzdem halten — etwa bei Manga — dann beantwortet EPUB mit festem Layout beides.
Wenn Sie sich nicht entscheiden können, ist beides zu veröffentlichen eine Möglichkeit.
Im Doujinshi-Vertrieb sieht man oft ein „PDF zum Drucken“ und ein „EPUB für Bildschirme“ zusammen im Paket. Die lesende Person nimmt, was zu ihrer Leseweise passt, und Sie müssen sich nie auf eines festlegen.
Das macht mehr Arbeit, aber wenn das Ausgangsmanuskript dasselbe ist, sind es nur zwei Umwandlungen. Je nach Werk kann sich das lohnen.
Neben Bilderordnern und Textmanuskripten kann EPUB FACTORY jede Seite eines PDF als Bild nehmen und daraus ein EPUB machen. Ohne Konto, ohne Installation.
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